Academic network of European disability experts (ANED)
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Ausweitung des Überblicks

Berichterstatterinnen: Prof. Linda Ward und Dr. Ruth Townsley (Universität Bristol)

Eines der Ergebnisse des Arbeitsprogramms 2008 des ANED war, dass die praktische Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben als ein Hauptthema für die im Jahr 2009 vorgenommene Überprüfung festgelegt wurde. Ein selbstbestimmtes Leben ist seit jeher ein Hauptanliegen aller Menschen mit Behinderungen, das mit der Hoffnung einhergeht, dass die Länder Europas bei ihrer Abkehr von der institutionellen Fürsorge hin zur wirksamen Unterstützung eines Lebens in der Gemeinschaft voranschreiten mögen. Viele innovative politische Modelle (Programme zur Förderung der persönlichen Betreuung, personenbezogene Mittelzuteilung, Unterstützung durch Fachgremien, Zentren für ein selbstbestimmtes Leben usw.) sind aus dieser Bewegung hervorgegangen.

Im Jahr 2009 führte das ANED eine vergleichende Prüfung und Auswertung der politischen Entwicklungen in den Ländern Europas durch, um aktuelle Vorgehensweisen in Erfahrung zu  bringen und wichtige Erkenntnisse aus bewährten Praktiken zu ziehen. Der einschlägige Synthesebericht befasst sich mit den Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet und mit dem politischen Kontext, soll aber vor allem aufzeigen, wo und in welchem Maße Theorie und Praxis beim Thema selbstbestimmtes Leben übreinstimmen.

Rechtsrahmen, politische Strategien und Praktiken in 26 europäischen Ländern

Es wurden die Hauptergebnisse des Entwurfs eines Syntheseberichts von Dr. Ruth Townsley und Prof. Linda Ward zum Thema selbstbestimmtes Leben vorgestellt, der Anfang 2010 veröffentlicht wurde:

Powerpoint-Präsentation (PDF-Datei, 219 kB)
Handreichung (PDF-Datei, 122 kB)

In dem Bericht wurden die nationalen Rechtsrahmen, politischen Strategien und Praktiken im Zusammenhang mit dem Thema selbstbestimmtes Leben in 26 europäischen Ländern auf der Grundlage von durch ANED-Mitglieder aufbereiteten Informationen analysiert.

Sammlung von Daten über nationale Strategien und Praktiken

Im Jahr 2009 erstellten die ANED-Länderteams Länderberichte über die Entwicklung und den Stand der politischen Strategien und Praktiken zur Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Behinderungen.

In diesem sich rasch weiterentwickelnden Bereich werden schwierige Debatten über  die Rolle und die Verantwortung geführt, die dem Einzelnen, dem Staat und den Dienstanbietern in einer „gemischten Wirtschaft" bzw. einem „gemischten Markt" in Bezug auf die Unterstützung und die Langzeitbetreuung von Menschen mit Behinderungen zufallen.

Berichte über selbstbestimmtes Leben

Selbstbestimmtes Leben im Fokus europäischer Politik

Das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben war im Jahr 2009 ein Schwerpunktthema des ANED.

Artikel 19 des UN-Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen besagt: „Die Vertragsstaaten dieses Übereinkommens anerkennen das gleiche Recht aller Menschen mit Behinderungen, mit gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben, und treffen wirksame und geeignete Maßnahmen, um Menschen mit Behinderungen den vollen Genuss dieses Rechts und ihre volle Einbeziehung in die Gemeinschaft und Teilhabe an der Gemeinschaft zu erleichtern".

Dies schließt ein, dass durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge getragen werden sollte, dass Menschen mit Behinderungen auf gleicher Grundlage wie andere Menschen freie Entscheidungen treffen und ihr Leben bestimmen können. Menschen mit Behinderungen sollten zudem frei entscheiden können, wo sie leben und mit wem sie zusammenleben wollen, und sie sollten darüber aufgeklärt werden, dass es verschiedene Unterstützungsdienste (einschließlich der persönlichen Fürsorge) „zur Unterstützung des Lebens in der Gemeinschaft und der Einbeziehung in die Gemeinschaft" ohne Isolation oder Segregation gibt.

Go to the European Commission - Employment, Social Affairs and Equal Opportunities Diese Initiative wird mit Mitteln des EU-Programms “Progress” finanziert. Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Auffassungen spiegeln jedoch nicht unbedingt den offiziellen Standpunkt der EU-Organe wieder.